00:00:01:
00:00:07: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Nehmenwerte Welt im Gespräch.
00:00:12: Mein Gast heute kommt aus einem Unternehmen, dessen Produkte man im Alltag kaum je wirklich zusehen bekommt das aber an einigen der spannendsten Zukunftsmärkte mitarbeitet.
00:00:22: Von Halbleitern über kleine Kernreaktoren bis zur Verteidigungsindustrie.
00:00:26: Die Rede ist von SGL Carbon, einem Spezialisten für Werkstoffe auf Basis von Kohlenstoff und Grafit.
00:00:33: SGL richtet sich mit der Strategie, SGL Grows.
00:00:37: Das war auch eines der Themen in der Präsentation des Unternehmens auf den Hamburger Investorntagen
00:00:43: letzte Woche.
00:00:44: ich hatte Gelegenheit darüber und natürlich auch über weitere Chancen und Perspektiven auf die Veranstaltung mit dem Finanzverstand Thomas Diebold zu sprechen.
00:00:53: Hören wir mal rein!
00:00:55: SGL Carbon ist ja den meisten Biosianern schon ein Begriff, aber ich glaube einige meiner Zuhörer wissen vielleicht noch nicht so ganz genau mit ihrer Firma etwas anzufahren.
00:01:04: Vielleicht können Sie erst mal zum Anfang erklären was sie denn machen?
00:01:06: Was ist Ihr Geschäftsmodell?
00:01:08: Die SGL-Carbon hat im eigentlichen Sinne zwei große Geschäftsfelder.
00:01:16: Das eine ist der Bereich Grafit und das andere ist alles, was man mit Carbonfaser und Kompositenmaterial entsprechend herstellen kann.
00:01:24: Beide Materialien haben spezifische Eigenschaften.
00:01:27: Wenn man mit Grafit anfangen, da gehört beispielsweise dazu, dass er nicht korrusiv ist und dass es sehr hitzebeständig ist und dementsprechend immer dann eingesetzt wird wenn eben andere Materialien dafür nicht mehr geeignet sind.
00:01:39: Da gehört beispielsweise die Halbleiterindustrie dazu.
00:01:42: für die Einkristallzucht in diesen Öfen um ein Ingot zu ziehen aus dem dann später die Waver hergestellt werden braucht es Öfen, die Temperaturen bis zu zweitausend Grad entsprechend haben über mehrere Tage beziehungsweise Wochen.
00:01:57: Und diese Materialien um das auszukleiten und mit dieser Hitze, die eben in diesem Ofen zu halten, braucht es eine Grafidesolierung.
00:02:04: Die stellen wir beispielsweise her.
00:02:06: Das ist eines der wesentlichen Anwendungen.
00:02:08: Grafit ist gleichzeitig selbst schmierend.
00:02:10: man braucht es dann auch für Dichtungen.
00:02:13: also es gibt viele viele Anwendung in denen Grafi zum Einsatz kommt gerade auch an der chemischen Industrie.
00:02:19: Wenn wir auf das andere Geschäftsfeld kommen, die Kompositenmaterial im Carbonfasern.
00:02:23: Das ist sicherlich der Bereich mit dem wir in den letzten zehn, fünfzehn Jahren wahrscheinlich am meisten verbunden werden und die große Geschichte der SGL, warum auch uns drei großen Aktionäre mal eingestiegen sind.
00:02:40: bei uns war sicherlich mal Carbonfaser für den automobile Leichtbau.
00:02:45: Diese Geschichte ist aus unterschiedlichen Gründen aber nie richtig aufgegangen und hat sich nicht durchgesetzt.
00:02:52: Und man kann aber aus Kompositmaterial- und Carbonfasern eine Menge andere Sachen eben herstellen, unter anderem jetzt gerade für Drohnen und Sicherheitsanwendungen – und das ist sicherlich für uns ein großes neues Geschäftsfeld!
00:03:09: Ihr Unternehmen gliedert sich jetzt nur in drei Geschäftsbereite, hatten ja auch schon angesprochen also Graphics Solutions, Process Technology und Fiberkomposites.
00:03:16: Wie unterscheiden sich die drei?
00:03:18: gibt es da auch Synergieeffekte dazwischen?
00:03:22: Synergien direkt gibt es wenige.
00:03:24: Wir bedienen teilweise gleichen Kunden und Märkte, aber eigentlich sind alle Geschäftsanheiten Business Unit wie Gesinnen für sich abgeschlossen und haben ihren eigenen, wer noch selber gesteuert?
00:03:37: Synerginen gibt's wenige.
00:03:39: Bissen im Bereich Process Technology was sie gerade angesprochen haben die brauchen eine Menge Grafit, die kaufen die teilweise zu beziehen der auch teilweise aus der internen Wertschöpfung aus dem anderen Bereich und verarbeitet dann eben weiter für die chemischen Anwendung, für die spezifischen Anwenden, die wir da eben brauchen.
00:03:57: Aber ansonsten keine großen Übernachpunkte.
00:04:00: Sie beliefern ja in verschiedene Kundengruppen von Halbregelter bis zur Chemieindustrie.
00:04:06: Wie gibt es eigentlich Möglichkeiten sich gegenüber?
00:04:09: Oder wie sieht's denn überhaupt mit dem Wettbewerb aus?
00:04:12: Haben die da bestimmte Alleinstellungsmerkmale oder gibt es Firmen wo sie sagen also mit denen konkurrieren wäre besonders stark?
00:04:19: Es gibt einen großen französischen und vielleicht auch einen angelsächsischen Wettbewerber.
00:04:25: Das ist die Mersen aus Frankreich, die eigentlich eine ähnliche Aufstellung hat wie wir es haben.
00:04:30: Die haben aber umgekehrt kein Kompositmaterial.
00:04:34: dafür haben sie in der Elektronik sparte.
00:04:36: Und auf der anderen Seite gibt's auch die Morgan Advanced Materials in Großbritannien, die ja auch ein großes Grafiedbereich haben und wieder eine ruhige Überlappung in der Wertschöpfung haben.
00:04:48: Das sind eigentlich die wesentlichen Grafitspieler, die in Europa so weit aktiv sind.
00:04:53: Es gibt einige kleinere in Nordamerika es gibt aber ganz viel im China.
00:04:58: In China sehen wir uns an sehr starkem Wettbewerb auch ausgesetzt.
00:05:03: das liegt auch daran dass die Chinesen die Halbleiterindustrie und jetzt gerade auch für KI Anwendungen eben auch sehr treiben.
00:05:09: da braucht man eine Menge Hochleistungschips und da wird sicherlich auch viel rein investiert dass da eben Grafiedindustrie entsprechend existierend aufgebaut wird.
00:05:19: Guck mal, zum paar Zahlen!
00:05:21: Sie haben ja jetzt schon ein halbjahres Bericht vorgelegt.
00:05:25: Der Umsatz lag ungefähr bei rund dreihundert und neunzig Millionen Euro, dreizehn Prozent unter dem Vorjahr.
00:05:32: Können sie da vielleicht mal erläutern wo dieser Rückgang herkam?
00:05:38: Den kann man... zum weit überwiegenden Teil technisch erklären.
00:05:43: Warum technisch?
00:05:44: Wir hatten zu Beginn des Jahres, was wir jetzt als Referenzgröße heranziehen und uns entschieden dass wir die Carbonfaser restrukturieren.
00:05:54: ich habe gerade schon gesagt das der Plan Carbonfaser für den autobobilen Seichbau zu verwenden so nicht aufgegangen ist.
00:06:02: wir haben nachdem dann wesentliche Verträge auch geausgelaufen sind versucht diese Carbonfase erst in den Windmarkt zu verkaufen wo.
00:06:09: Das hat aber auch nicht funktioniert, weil das mittlerweile auch sehr von Chinesen dominiert wird dieser Markt.
00:06:14: Danach wollten wir es verkaufen in diesem ganzen Geschäftsfeld und dann haben wir uns entschieden, es komplett zu restrukturieren.
00:06:22: In dem Zusammenhang haben wir im Jahr ein paar Werke geschlossen.
00:06:26: Da gehört das Werk in Portugal und Nordamerika dazu und diese Umsätze können sie natürlich nicht wiederholen.
00:06:32: Und wenn Sie Werke im Juni letzten Jahres bzw.
00:06:35: August letzten Jahres schließen, dann haben Sie dementsprechend in sechsundzwanzig reintechnisch halt nicht mehr den Ansatzanteil der mit diesen Werken gemacht wurde und das erklärt den Umsatzrückgang um breitzen Prozent zum Großteil.
00:06:49: Wir haben weiter aber auch im Bereich der Graphite Solutions und Graffiti-Bereich in dem Halbleiterindustrie die Sie gerade angesprochen haben auch mit einem Preisverwalt zu kämpfen weil der Bereich Siliziumkabit eben zunehmend in China eben ist und nicht mehr mit den eher stabilen nordamerikanischen Preisen entsprechend agieren kann.
00:07:10: Und Umsatz ist nur mal preismal Menge, selbst wenn Sie höhere Absätze haben aber die Preise deutlich fallen dann steigt der Umsatz nicht so ein Feld sogar.
00:07:19: Trotzdem konnten sie ihre EBITDA-Marge steigern.
00:07:22: was war da die Grundlage für?
00:07:24: Da gehört dazu dass hier insbesondere mit Nordamerikanischem aber auch mit anderen Kunden in der Vergangenheit für den Kapazitätsausbau, wie wir glauben sehr weitsichtig gehandelt haben und uns zum einen Anzahlung haben geben lassen und zum anderen Verträge mit festen Abnahmeverpflichtungen und Preisen erhalten.
00:07:44: So jetzt haben wir investiert Jetzt brauchen die Kunden die Mengen nicht mehr und gleichzeitig sind die Preise gefallen.
00:07:51: Das ist der Moment wo sie mit ihren Kunden mit einer Menge Fingerschwitzengefühl sich zusammensetzen müssen und diese Verträge einfach anpassen müssen.
00:07:59: Und das hat dazu geführt, dass die Kunden dann eben eine ... Dann wäre es Pönale gezahlt haben oder eine Gebühr für die Vertragsanpassung.
00:08:07: Die ist bei uns im Umsatzuntergebnis mit drin.
00:08:10: Und die hat dazugeführt, damit wir dieses Ergebnis so weit ausweisen können.
00:08:14: Sie sind netto?
00:08:15: Sind sie ja auch wieder in die Gewinnzone gekommen?
00:08:17: Ja!
00:08:19: Kann man jetzt das ein bisschen salopp formuliert sagen... Das ist sozusagen das Schlimmste hinter sich.
00:08:24: Die waren ja vorher in der Produzzone.
00:08:26: Ist das jetzt sozusagen das Schlimmste überstanden?
00:08:29: Es ist definitiv.
00:08:30: Herr Müller, Sie müssen sehen die Errichtekürung der Carbonfaser hat eigentlich schon im Jahr zwanzig-zwanzig begonnen.
00:08:38: Ab da laufen die ersten Impairments der Assets.
00:08:42: Wenn sie die alle zusammenzählen, waren es dreihundertfünfzig Millionen, die wir in diesen sechs Jahren an Assets abgeschrieben haben, die einfach den Werteiltigkeit nicht mehr standgehalten haben.
00:08:55: Und trotzdem hat die SGL das mit vierzig Prozent Eigenkapital soweit überlebt.
00:09:00: Wenn sie diese Impairments in den jeweiligen Quartalen rausrechnen, ich weiß schon es ist jetzt eine Proformerechnung, waren wir immer auch nettoergebnis positiv.
00:09:09: Wir waren jedes Quartal seit sechs Jahren cashpositiv und ich glaube dass zeigt auf die Resilienz und was ganzen Geschäftsmodells wie wir da aufgestellt sind.
00:09:18: In den sechs Jahren ist ja auch sonst geopolitisch und und ja ein konjunkturelle Menge passiert.
00:09:24: Komm wir vielleicht mal, aber an dieser Stelle ja immer sehr gerne so die Equity-Story aufzählen und Ihre Equity- Story ist natürlich ganz eng verknüpft mit dem Programm SGL Bros.
00:09:37: in den letzten Jahren.
00:09:39: Vielleicht können Sie uns da mal erläutern was dahintersteckt und wo sie damit hinwollen?
00:09:44: Haben Sie völlig recht!
00:09:46: Wir haben uns zu Beginn oder im Laufe des letzten Jahres zusammengesetzt, haben viele Gedanken uns gemacht wie wir uns aufstellen um ebenes zwanzig dreißig und selber eine Richtung zu geben.
00:09:59: Und selber eine Strategie nachzuarbeiten wo wir denn eigentlich hin wollen und in welchen Bereichen wir wachsen beziehungsweise von denen wir uns vielleicht auch trennen wollen.
00:10:10: Da sind wir zur folgenden Erkenntnissen gekommen Wir wollen das bestehende Geschäft strukturiert und kontrolliert weiter ausbauen.
00:10:16: Das gehört insbesondere im Bereich Grafit die Halbleiterindustrie dazu, wo wir uns weiter durchsetzen wollen.
00:10:24: Wo wir beispielsweise auch mit neuen Anwendungen... Sie brauchen da gehört auch die Epitaxie dazu.
00:10:29: Das heißt für jeden Waver den sie dann aus Siliziumkavit machen, brauchen sie dann auch einen beschichtigen Waverträger der dann später in den Mikroletographie-Prozessen eingesetzt wird.
00:10:40: Da wollen wir uns Weiterentwickeln, da wollen wir auf neue Beschichtung gehen was und Kunden von aktiv einfordern und uns zum bitten, da vielleicht weiterzumachen weil sie an unsere Expertise glauben.
00:10:52: Das ist Punkt eins.
00:10:54: das zweite ist aber auch dass wir in neuen Märkten mit unseren bisherigen Anwendungen versuchen zu wachsen.
00:11:02: Da gehört beispielsweise der Bereich Nukleer dazu.
00:11:08: insbesondere in dem USA den Trend, mit diesen kleinen modularen Reaktoren abgekürzt SMR entsprechend Geschäft zu machen.
00:11:18: Da gibt es Anwendungen die teilweise ganz unterschiedlich funktionieren wie so kleine Kernkraftwerke, die circa zehn Prozent der Leistung eines bisherigen konventionellen Kernkraftwerk haben, die eben dezentral zur Energieversorgung eingesetzt werden.
00:11:32: Also anders als bei uns, wir sind hier in Hamburg wo wir uns gerade unterhalten.
00:11:36: Das heißt hier nach Nordsee ist eine Menge Windparks teilweise auch Offshore in der Nordsee oder Ostsee verbaut müssen mit großen Trassen der Strom auch in den Süden gebracht werden.
00:11:47: und um sich diese Netzengelte oder diese Trassenkosten zu sparen soll eben die Energie dezentral dort wo sie gebraucht wird speziell für Rechenzentren und Datencentern in den USA existieren.
00:12:01: Da ist eine gewisse neue Industrie am entstehen.
00:12:05: Da gehört X-Energy dazu, das ist unser großer Kunde mit dem wir da arbeiten möchte aber auch zu Bedenken geben.
00:12:11: Das ist nach wie vor ein Startup auch wenn sie mit ganz anderen Größenordnungen und Beträgen eben agieren weil solche kein Kraftwerke so klein natürlich auch nicht billig sind.
00:12:21: Sie
00:12:21: haben es ja schon angesprochen Rechenzentren wo heutzutage immer darüber nachgedacht wird um diese kleinen Reaktoren Bei der Kooperation zur Ex-Energie, was liefern Sie doch jetzt ganz konkret?
00:12:35: Die liefern.
00:12:36: So wie Ex-energy versucht in dezentrale Energie zu erzeugen, in ihren Reaktoren brauchen die eine Grafitisulierung um eben diese Prozesse, die da ablaufen entsprechend in dem Reaktor zu halten.
00:12:51: und sozusagen die Innenverkleidung des Reaktors ist aus Grafit und er kommt von uns.
00:12:57: Wie sind so Ihre eigenen Prognose?
00:12:58: Also es gibt ja ganz viele Schätzungen, die sagen also diese kleinen Charaktoren.
00:13:03: Den wird ja sozusagen ein Riesenmarktwachstum versprochen.
00:13:06: und das ist nicht erst seit der Rechenzentren oder der Rechenzentrum Saib kommt sondern man sagt um die Bauphasen sind wesentlich kürzer als die großen Atomkraftwerke.
00:13:17: Ich kann mich noch mal erinnern an Studien vor fünf Jahren, die schon exorbitantes Wachstum waren.
00:13:23: was rechnen Sie sich da aus?
00:13:26: Ist das jetzt erst mal so ein Projektgeschäft nur oder tatsächlich so jetzt Wachstum?
00:13:31: Also wir sehen es als Wachstem.
00:13:33: Wir gucken aber auch drauf, dass wir da nicht alles glauben was wir in irgendeiner Form auch sehen.
00:13:39: Ich gebe Ihnen Beispiel X-Energy ging vor wenigen Monaten an die Börse.
00:13:42: wenn sie den Börsenzulassungspospekt in den USA heranziehen dann stehen da ca.
00:13:48: hundertfünfzig kleine SMRs bis zwanzig fünfunddreißig drin.
00:13:53: Jetzt wissen Sie auch, welche Verbindlichkeit auch ein Börsenprospekt hat.
00:13:58: Da ist jetzt kein Marketinginstrument sondern das muss schon auch Hand und Fuß haben.
00:14:03: Wir lesen das wir sehen das.
00:14:06: Wir wissen auf dass wir nie hundertfünfunddreißig oder Hundertfünftig solche Reaktoren bis zwanzig fünfund dreißig Das Grafik dafür selber herstellen können ohne selber tätig zu werden.
00:14:16: Aber wir rennen jetzt auch nicht los und investieren mehrere Millionen oder dreistellige Millionenbeträge um Kapazitäten aufzubauen, um hinterher vielleicht festzustellen dass sich die X-Energy Technologie nicht durchgesetzt hat.
00:14:29: Sondern wir sind ein engen Austausch und Dialog mit X Energy aber auch nicht nur mit denen.
00:14:34: es gibt mehrere Betreiber die das auch in einer ähnlichen Form demografiet einsetzen am soweit verwenden und dadurch so viel Geld auch von der US-Regierung als Förderung, als Anschub bekommen haben.
00:14:48: Aber gleichzeitig auch von privaten Investoren verstehen die auch dass wir beispielsweise sagen Liebungsindustrie wir brauchen immer eine Anzahlung.
00:14:56: wenn ihr uns Geld gibt die Kapazität auszubauen dann machen wir das und wir versprechen dann dass wir diese diese Kapazitäten auch für eure Zwecke entsprechend nutzen zur Verfügung stellen Und das hat bisher sehr gut.
00:15:10: Kapazitätsausbau oder Weiterentwicklung ist ja die eine Sache.
00:15:14: Andere Sachen sind Genethe, Forschung und Entwicklung.
00:15:17: Welche Dimensionen hat das Ihr Unternehmen?
00:15:20: Wir investieren in R&D, ganz bewusst ca.
00:15:24: sieben Prozent vom Umsatz.
00:15:25: Es ist immer ein bisschen schwierig das genau zu bemerken was es genau jetzt.
00:15:29: nur eine kundenspezifische Lösung... ...was is wirklich hart R&d.
00:15:33: aber ich glaube so wie wir's definiert haben auch über die Jahre hat sich das angespielt dass ca.
00:15:38: Siebe Prozent sind.
00:15:39: Ich glaube es zeichnet uns aus dass wir sehr Kunden nah und Kunden spezifisch fertigen.
00:15:44: unsere Kunden können sich immer auf uns verlassen dass es Produkte nicht nur von der Stange gibt sondern eben speziell für ihre Anwendungen.
00:15:52: Und ich glaube, diese Flexibilität und diese Bereitschaft die wir uns natürlich auch bezahlen lassen wird aber auch geschätzt von unseren Kunden und das zeignet uns aus.
00:16:01: Vorhin viel schon mal das Wort drohnend.
00:16:03: deswegen natürlich die Anschlussfrage Thema Verteilungssektor und ich würde sogar noch ein bisschen weiterspinnen im Bereich Raumfahrt vielleicht auch.
00:16:13: Wo sind da Ihre Ansätze?
00:16:14: Aktivitäten?
00:16:17: Da haben wir eben auch gesehen, wo man beispielsweise Kompositmaterial einsetzen kann ist der Bereich Drohnen.
00:16:26: Drohne müssen um von den Radarstrahlen nicht richtig erkannt zu werden sollten nicht aus Metall sein weil diese Radar-Strahlnummer anders reflektieren kann.
00:16:38: Wenn die leicht sein sollen, und ich meine das gar nicht zynisch.
00:16:41: Und gleichzeitig auch mehr, vielleicht auch Sprengstoff zumindest wenn es eine Drohne sein soll, die ein zerstörerischen Charakter hat, dann hilft das auch für diese Zwecke.
00:16:53: Es gibt natürlich auch Aufklärungsdrohnen andere aber auch da.
00:16:56: um schnell, leicht agil zu sein und in die Zwecke dazu erfüllen ist Kompositmaterial aus Carbonfall sicherlich ein sehr, sehr geeigneter Werkstoff und er wird zunehmend angefragt.
00:17:10: Wo sind da so Ihre Überlegungen?
00:17:13: Ab wann könnte das einen signifikanten Bestandteil ihres Geschäftes ausmachen?
00:17:16: Wir sind sicherlich in Gesprächen aktuell mit vielen Drohnherstellern.
00:17:20: aber gehören auch andere Bauteile dazu wo sie mit Kompositmaterial auch herkömmliche Fahrzeuge Militärfahrzeuge eben kritische Stellen eben auch verstärken können bzw.
00:17:33: natürlich sehr schwere Teile an den Fahrzeugen durch leichte Ersetzen, wo Kompositmaterial auch Stahl und Metall ersetzen kann.
00:17:44: Das sind wir sicherlich in vielen Gesprächen.
00:17:46: Da gehört Überzeugungsarbeit dazu, da gehört zur Ehrlichkeit auch dazu dass wir uns in der Vergangenheit dem Bereich Defense nicht genährt haben und gesagt haben das wollen wir nicht.
00:17:57: Und wenn da so ein Richtungswechsel und eine Änderung der Meinung eben einhertritt, da brauchst du mal besondere Überzeugungsarbeit.
00:18:06: Dass man wirklich er glaubt dass man nachhaltig jetzt eben auch zu diesem Schritt bereit ist.
00:18:11: aber wir rechnen mit den ersten Umsätzen ab siebenundzwanzig und wir rechnen damit das Ganze dann in der Strategie bis zwanzig dreißig bis zu fünfzehn Millionen umsatzanteil beiträgt.
00:18:21: Ich
00:18:22: komme öffentlich noch ganz kurz zu Ihrer Aktionärstruktur zu sprechen.
00:18:25: Sie haben ja drei Ankeraktionäre, würde ich sagen.
00:18:28: Echtlich offensichtlich.
00:18:29: Eskirn oder Skirn?
00:18:30: Ja, Skirmann.
00:18:31: Skirnn, BMW und Volkswagen.
00:18:35: ist das für sie eher so ein Stabilitätsfaktor oder beschränkt sich das vielleicht in ihrer eigenen Strategie?
00:18:42: Drei Schwergewichte drinstecken.
00:18:45: Das ist richtig, also Skion wird nicht jedem ihrer Hörer jetzt ein geläufig sein.
00:18:52: Skion ist das Family Office von Frau Doktor Susanne Klatten.
00:18:55: Susanne Klatten als BMW Erwin und Gemeintin als eine sehr reiche Frau in Deutschland ist bei uns mit achtundzwanzig Prozent beteiligt genauso wie BMW mit achtzehn und Volkswagen mit sieben Prozent.
00:19:08: Diese ganzen Beteiligungen oder Investments in der SKL rühren noch aus der Zeit als Carbonfaser, als Werkstoff für den auch hochwilligen Leichtbau gesehen wurde.
00:19:19: Nichtsdestotrotz sind wir stolz darauf wie uns alle zumindest ein bislang hier die Treue halten und uns durch diese Transformation soweit konstruktiv begleitet haben.
00:19:29: Frau Dr.
00:19:30: Klatten hat lange Zeit auf den Aufsichtsratsvorsitz und dementsprechend auch die geschicketes Unternehmens mit geleitet.
00:19:41: Das ist mittlerweile auch in andere Hände so weit übergegangen, aber nichtsdestotrotz spielen alle drei Aktionäre insbesondere riskierend für uns schon eine große Rolle.
00:19:51: Und das Freut uns grundsätzlich.
00:19:53: auch behindert uns das Ganze würde ich nicht sagen, es stabilisiert das Ganze sicherlich.
00:19:59: Aber dass ist gleichzeitig auch Verpflichtung für uns auch hier entsprechend zu performieren ganz klar.
00:20:05: Wir
00:20:06: haben ja diese Woche die neuesten IFO-Geschäftszahlen reinbekommen.
00:20:11: Sie jetzt als Industrieunternehmen, wie haben sie das aufgenommen?
00:20:14: Können Sie da sozusagen aus Ihrer einen Warte bestätigen, dass es so etwas wie ein leichtes konjunktures Lüftchen gibt?
00:20:22: Ja wir sind jetzt natürlich Spieler in Deutschland vielleicht auch nicht nur in Europa, sondern sind ja insgesamt sehr global aufgestellt.
00:20:33: Wir sehen sehr wohl die Entwicklungen in den einzelnen Märkten.
00:20:39: Da freut es uns das wir uns in Deutschland zumindest mal eine gewisse Bodenbildung sehen und vielleicht von da auf wieder ein gewisser Trendumkehr.
00:20:47: Das sehen aber auch die anderen Faktoren, die da gerade in Deutschland eben mit reinschlagen.
00:20:53: Da gehören die Energiekosten dazu.
00:20:54: Sie sehen auch gerade, wie die Gaspreise wieder ein bisschen in die andere Richtung eben gehen.
00:20:59: Sie sind die Zinsentwicklung – auch das darf man nicht ganz aus dem Auge verlieren.
00:21:05: Aber sie sehen auch die Entwicklung bei den Arbeitskosten insbesondere bei den sozialen Nebenkosten, die für uns durchaus eine Rolle spielen.
00:21:13: Wir haben viele Mitarbeiter in Deutschland, wo eben auch sicherlich unser Nukleus für die ESGEL so weit her kommt und da sind wir jetzt alles andere als Happy über diese Beitragsbemessungsantrassungen und die Nebenkostenentwicklung, dass sie sicherlich ein Thema das hier gut im Blick haben müssen.
00:21:34: Aber wenn es konjunkturell ein bisschen besser wird, das wollt ich uns natürlich.
00:21:39: Für das laufende Gesamtjahr bzw.
00:21:43: Mittelfrist hinausbekommen ja schon besprochen für dieses Jahr gibt's eigentlich eine Guidance?
00:21:47: Wir haben eine Guidanz draußen, die eben sagt circa sieben oder zehn Millionen Umsatz fürs Gesamtjahr machen wollen und eben zwischen hundertzehn und von da dreißig EBTA.
00:22:00: Das gilt heute, sechsten zwanzigste August nach wie vor.
00:22:03: Es haben wir auch zum halb Jahr bestätigt.
00:22:05: Da gibt es nichts dran zu Ende.
00:22:08: Gut, Herr Diebold herzlichen Dank dass Sie bei uns zu Gast waren und ich freue mich dann schon mal aufs nächste Mal.
00:22:12: Hat Spaß gemacht Thürmeler viel nackt!
00:22:15: Und das war Nebenwertewelt.
00:22:17: im Gespräch heute mit Thomas Diegbert, dem Finanzvorstand von SGL Karbon.
00:22:21: Wenn Ihnen lieber Hörerinnen und Hörern die Folge gefallen hat abonieren Sie doch einfach unseren Podcast und hinterlassen sie uns gerne auch eine Bewertung zum Beispiel auf Spotify, Apple Podcast oder wo immer Sie uns hören!
00:22:33: Das hilft uns natürlich auch damit wir weitere spannende Gespräche hier produzieren können.
00:22:38: dann bis zum nächsten Mal ihr Carsten Müller.